Gar nicht auf dem Holzweg ist ein naturbezogenes Projekt, das in Nussdorf zum Thema „Wildholz“ im Entstehen ist.
Wild, natürlich, naturbelassen — so kennen wir den Rohstoff Holz immer weniger. Maschinen haben den Holzstoff in gerade Formen gezwungen, so passt er eben besser in die Produktionsabläufe für unsere Bedürfnisse.
Norbert Haberl, Tischlermeister aus Nussdorf, hat sich den Blick für die Verwendung von gewachsenen Formen bewahrt. Mehr noch — er will unser Auge darauf schulen, das Lebewesen Baum in seiner urwüchsigen Form zu achten und mehr darüber zu erfahren!
Obstholz, Nutzholz, Wildholz, es gibt endlose Facetten, wenn man sich erst einmal darüber und dahinter Gedanken macht. Jede Baumart hat ihren typischen Charakter. Nussdorf bietet sich schon von seinem Namen her an, einen Schwerpunkt auf Walnuss und Haselnuss zu setzen. Rund um die Frucht mit der Holzschale gibt es mengenweise interessantes Fachwissen.
Am Wanderweg vom Gemeindeamt über den Anger und das Oberdorf zum bekannten Aussichtspunkt „Pfarrer-Salettl“ wird für Groß und Klein Wildes und Urwüchsiges aus unseren Wäldern zu erleben, erfahren, erlesen und zu bestaunen sein.
12 Stationen informieren über den Nussbaum als Symbol von Nussdorf, die Bedeutung der Holzindustrie für unsere Region, über Verwendung und Verarbeitung alter Obstbaumsorten, die Möbelerzeugung von einst und jetzt.
Höhepunkte des Weges ist
ein Sitzplatz in luftiger Höhe (ca. 3—3,5 m hoch), der einen Blick über die Baumwipfel und Attersee freigibt
die Station der Sinne - mit Hilfe von Spiegeln kann man die Baumwipfel von oben betrachten ein Labyrinth und ein Kriechtunnel, wo man den Aussichtspunkt „Pfarrer Salettl“ erreicht, der am Ende des Themenwegs einen imposanten Ausblick auf den Attersee freigibt.